MENSCHEN

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       MOERS

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Vorwort


Die Grafschafter (vormals FBG-Moers) wurden im Jahr 2004 von Menschen dieser Stadt gegründet, die sich als politisch aktive Gemeinschaft zum Wohle ihrer Mitmenschen verpflichtet fühlt und sich dafür unermüdlich einsetzt.

Das Grafschafter-Wahlprogramm 2014-2019 wurde in Anlehnung an das Leitbild Moers 2020, das gemeinsam mit vielen engagierten Menschen aus verschiedensten Gruppierungen erarbeitet und im Rat der Stadt Moers einstimmig angenommen wurde, erstellt.

Die fortwährende positive Weiterentwicklung dieser wichtigen Grundlagen aus den Bereichen Wohnen, Soziales, Bildung, Einkauf, Wirtschaft, Kultur, Freizeit und Tourismus, Sport und Erholung ist Garant für eine erfolgreiche Zukunft unserer Stadt.

Um dies zu gewährleisten, arbeiten wir, Die Grafschafter, die selbstredend auch freie Wähler und Bürger sind, unabhängig, sachlich, generationenorientiert.

Somit folgen wir auch weiterhin konsequent unserem bisherigen Wahlmotto 2004 bis 2014, das uns in eine traditionsverbundene Zukunft begleitet:

Menschen machen Moers!


Grundsätze


Sachentscheidung

Die Grafschafter setzen sich dafür ein, dass die in unserer Stadt zu treffenden Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage sachlicher Argumente getroffen werden. Der gesunde Menschenverstand bleibt dabei nicht außen vor. Parteibuchdenken, Parteiideologien und Fraktionszwang sind deshalb für uns, Die Grafschafter, in vielfacher Hinsicht Fremdwörter. Entscheidungsgrundlagen durch die Parteibrille wie „die Idee ist nicht von uns, wie können wir diesen Antrag verhindern, Anträge anderer (kleinerer) Fraktionen durch Erweiterungen, oder durch momentane Ablehnung und spätere Neueingabe als eigene Anträge darzustellen“ müssen endlich der Vergangenheit angehören.


Gleichbehandlungsprinzip

Die Grafschafter setzen sich mit allen ihren Möglichkeiten für eine dauerhafte Gleichbehandlung aller Moerser Menschen sowie aller Stadt- und Ortsteile ein. Bei Bürgerrechten und Bürgerpflichten, insbesondere wenn für die Verwaltung ein Ermessensspielraum gegeben ist, darf bei keiner Entscheidung die „richtige“ Parteizugehörigkeit den Ausschlag geben.


Information und Transparenz

Die Grafschafter gestalten ihre Arbeit und ihre Entscheidungen für alle Menschen in Moers offen. Denn wir beraten und beschließen fach- und sachorientiert und beziehen die Bürgerschaft mittels ausführlicher Information und Transparenz mit ein. Dies wird unterstützt durch das von uns beantragte Bürger- und Ratsinformationssystem, in dem alle öffentlichen Ratsvorlagen zur Verfügung gestellt werden.


Meinungsfreiheit

Die Grafschafter fordern die freie Willensbildung im Rat der Stadt durch alle Ratsmitglieder. Die verfassungswidrige Anwendung des Fraktionszwangs findet bei den Grafschaftern keine Anwendung.

Menschlichkeit geht vor

Die Grafschafter kümmern sich generationsübergreifend um die kleinen und großen Sorgen der Menschen in Moers.


Verwaltung


Verwaltungsmodernisierung

Die Grafschafter unterstützen alle Maßnahmen, die im Ergebnis zu einer sinnvollen und finanziell tragbaren Modernisierung öffentlicher Verwaltungen führen. Dabei findet das über Bord werfen von Ballast in den Verwaltungsabläufen ebenso unsere Zustimmung, wie die Einrichtung der Verwaltung mit modernsten Kommunikationsmitteln (so z. B. auch die Einrichtung einer sog. Telefon- u. Anrufzentrale oder neuhochdeutsch „Callcenter“).


Leistung

Die Grafschafter stehen für das Leistungsprinzip. Auch in öffentlichen Verwaltungen muss Leistung belohnt werden. Die Besetzung von Planstellen, bei denen das Parteibuch die ausschlaggebende Rolle spielt, lehnen wir grundsätzlich ab. Vielfach liegt Können und Wissen vor, wird aber nicht zum Wohle der Stadt genutzt (Vergabe von gutachterlichen Aufträgen). Hier ist ein Verbesserungs- und Vorschlagswesen einzurichten oder ein entsprechendes Wissens- und Ideenmanagement, um Ideen zu fördern und Leistung sowie Engagement zu belohnen.

Rathaus = Bürgerhaus

Das Rathaus ist zu einem Bürgerhaus weiter zu entwickeln, in dem nach 16 Uhr und an den Wochenenden Leben herrscht. Dies geschieht durch vielfältige Veranstaltungen. Dadurch können Schwellenängste ab- und Vertrauen aufgebaut werden. Ein Tag der offenen Tür ist vorzusehen.

Die Verwaltung muss auch regelmäßig zu den Menschen in allen Stadtteilen kommen. Deshalb setzen wir uns u. a. nach wie vor dafür ein, sogenannte „Mobile BürgerService-Stellen“ in zehn Filialen der Sparkasse am Niederrhein jeweils für einen halben Tag pro Woche anzubieten. Das spart viel Zeit, eine Menge Fahrtkosten und hohe Parkgebühren. Weiterhin ist dieser Vor-Ort-Service angesichts des demografischen Wandels notwendiger denn je.



Politik


Einsparungen bei der Politik

Wir konnten erreichen, dass Ausschüsse reduziert und zusammengelegt wurden. Weitere Einsparungen können wir uns gut vorstellen: unter anderem Verkleinerung des Rates und Abschaffung der Funktion des 3. stellvertretenden Bürgermeisters.


Wirtschaftsförderung

Alle Möglichkeiten der interkommunalen, wirtschaftlichen Zusammenarbeit, zum Beispiel mittels der wir4 (+DU+KR+DIN ...), sind in Anspruch zu nehmen. Die Mitgliedschaft in der Euregio soll bestehen bleiben.

Wir werden darauf einwirken, dass leer stehende Geschäftsräume, Flächen und Brachen für den Markt wieder interessant werden. Eine Intensivierung der Wirtschaftsförderung kann durch Zusammenlegung der Stellen der Wirtschaftsförderer erfolgen. Außerdem ist, wie bereits in vielen Städten vorbildlich und erfolgreich in der Ausführung, ein Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadt(teil)marketing und Tourismus einzurichten - bei gleichzeitiger Zusammenlegung bestehender Ausschüsse. Durch gemeinsame Aktionen werden wir Moers wieder zur “Drehscheibe am linken Niederrhein” machen.


Stadt(teil)marketing

Die Grafschafter werden sich für diesen Arbeitsplätze schaffenden und erhaltenden Aspekt der Stadtförderung einsetzen, ohne dass dabei unsere wertvollen Ressourcen verbraucht werden. Dies erfolgt durch Kooperation mit allen relevanten Moerser Institutionen u. a. durch folgende Angebote:

- Familienkarte

- Wochen-, Trödel-, Handwerks- und Weihnachtsmarkt, Stadtteilfeste, die auch insgesamt zu forcieren sind

- Fest der Kulturen

- Weiterhin setzen wir uns für die Reaktivierung der Angebote der RuhrTopCard, wie z. B. für das Grafschafter Museum und das Schlosstheater ein.

Dazu werden wir überregionale Werbung dauerhaft einsetzen.


Parkfest = Vereinsförderung

Die Grafschafter wollen, dass das Parkfest durch die Moers Marketing organisiert und in enger Zusammenarbeit mit Moerser Vereinen durchgeführt wird. Dazu soll es möglichst barrierefrei, jedoch auf alle Fälle zaun- und eintrittsfrei sein!

Weiter sind Ausschusssitzungen verstärkt in den Stadtteilen anzustreben.


Tourismus

Zur besseren Orientierung der Moerser Besucher und für Touristen sind an allen markanten Stellen Hinweistafeln auf unsere Sehenswürdigkeiten, wie z. B. das Moerser Schloss, den Schlosspark, das Schlosstheater, das Museum, Hotels usw. aufzustellen (ggf. in Verbindung mit dem Land NRW, Stichwort: Schilder an Autobahnen). Alle Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung sind zu nutzen, wie zum Beispiel die farbige Beleuchtung des Schlosses oder auch des alten Rathauses durch energiesparende und umweltfreundliche Leuchtmittel. Die Aspekte des Tierschutzes sind dabei unbedingt zu berücksichtigen (Stichwort: Lichtverschmutzung).

Ein Moerser Hotelführer z. B. in Verbindung mit dem Grafschafter Rad- und Wanderweg zeigt weitere attraktive Möglichkeiten sich in der Grafenstadt zu entspannen und zu erholen.

Die Einrichtung einer selbsterklärenden und selbstführenden sog. „Stadtrallye“ ermöglicht auf unterhaltsame Weise die Stadt Moers zu erkunden.

Weiterhin setzen wir uns für die Erweiterung und Optimierung von Wohnmobilstellplätzen und Reisebusparkplätzen ein.


Soziales


Stadtteilkonferenzen

Die Grafschafter fordern, dass die Verwaltung sich zum Bürger begibt und nicht umgekehrt. Hier bieten sich Stadtteilkonferenzen als positive Kontaktmöglichkeit zum Bürger an. Der Bürger muss mit seinen Sorgen und Nöten ernst genommen werden. Deshalb ist die soziale Infrastruktur nicht nur zu sichern, sondern auch zu stärken. Dazu gehören wohnortnahes Kaufen, familienfreundliches Leben in einem sicheren und schönen Umfeld.


Bürgermeister: BiO:Logisch!

Gerade der erste Bürger der Stadt ist verpflichtet, alle Stadtteile gleichberechtigt zu behandeln und regelmäßig zu besuchen. Unser Motto deshalb: Bürgermeister im Ortsteil: Logisch!

Da der Bürgermeister aus der Mitte der Bevölkerung kommen soll, unterstützen wir unseren Kandidaten, denn er ist „Einer von uns“

Abbau/Verbesserung „Soziale Brennpunkte“

Die Grafschafter unterstützen alle Maßnahmen, die zu einem Abbau/einer Verbesserung im Bereich sozialer Brennpunkte beitragen können, wenn der zu erwartende Erfolg und die entstehenden Kosten in einem vernünftigen Rahmen zueinander stehen. Maßnahmen, die lediglich eine Alibifunktion haben, lehnen wir ab.


Integration (ist kein Zustand sondern ein Prozess)

„Teilhabe setzt den Willen zur Teilnahme voraus“, so ex-Bundespräsident Horst Köhler, und weiter: „Gemeinschaft sei ohne Gemeinsamkeiten nicht möglich. Zu diesen Gemeinsamkeiten gehören auch das Beherrschen der deutschen Sprache, der Respekt vor den Mitmenschen, die Anerkennung von Recht und Gesetz, die Bejahung des demokratischen Gemeinwesens und seiner politischen Institutionen, sowie der Wille jedes einzelnen, nach Kräften zum guten Miteinander beizutragen.“ Die Grafschafter sind daher für eine sinnvolle Förderung der Integration ausländischer Mitmenschen, und unterstützen und fördern alle multikulturellen Initiativen. Eine frühzeitige Integrations- und Siedlungspolitik ist zwingend erforderlich. Dazu gehört eine gezielte Sprachförderung vor Ort, in den Familien sowie in den relevanten Kindergärten, Schulen und OGATAs (Offene Ganztagsgrundschulen), die auch verbindlich und verlässlich sein muss.


Bunte Vielfalt beteiligen

Im und mit dem Integrationsrat ist alles dafür zu tun, dass die bunte Vielfalt der Nationen, die in Moers friedlich miteinander leben, entsprechend informiert und beteiligt wird.


Sicherheit

Die differenzierten Forderungen der Bürgerschaft nach Sicherheit sind zu berücksichtigen.

Dabei ist es den städt. Ordnungsbehörden zu ermöglichen, gemeinsam mit der Polizei auch nachts Streife gehen zu können.

An neuralgischen Stellen ist eine Videoüberwachung vorzusehen.


Licht für Moers!

Ab Sommer 2014 soll in Moers nachts von 1.00 bis 3.30 Uhr die Straßenbeleuchtung teilweise abgeschaltet werden. Allein schon aus Gründen zur Verbesserung der subjektiven Sicherheit fordern wir, dass der Ratsbeschluß rückgängig gemacht wird!

Investitionen in Vorbeugung/NachbetreuungI

Bei allen Maßnahmen restriktiver Art, ist jedoch vorbeugend dafür Sorge zu tragen, diese Mittel nicht zwingend einsetzen zu müssen. Insbesondere jedoch sind der Opferschutz und die Nachbetreuung auszuweiten.


Bildung


Investitionen

Sowohl in die Infrastruktur der Schulen als auch in die Bildung selbst wird weiterhin investiert!


Kooperation und Vernetzung

Die praxisorientierte Kooperation und Vernetzung mit regional ansässigen Unternehmen ist zu intensivieren und auszubauen. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten, sowie eine Verbesserung der Verkehrs-Anbindung vorzusehen.


Chancengleichheit

Für alle am Bildungssystem Teilnehmenden sind, vom Kindergarten an, Maßnahmen zu ergreifen, die, unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft, die Chancengleichheit wahren.


Bildungsstandort Moers

Der besonders geeignete Bildungsstandort Moers mit seinen überdurchschnittlichen Leistungen ist im regionalen Bereich der ‚wir4‘ und darüber hinaus zu fördern, auszubauen und überregional zu bewerben.


Kinder und Jugend


Vor Ort

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen muss sich an den Interessen der Zielgruppe und am jeweiligen Stadtteil orientieren. Die Unterstützung der Nichtstädtischen Träger muss verstärkt werden.


Jugendparlament

Die Grafschafter halten eine stärkere selbstbestimmende Beteiligung von Jugendlichen an den politischen Entscheidungsprozessen für zwingend geboten. Von daher fordern wir die Einrichtung eines Jugendparlamentes und werden uns verstärkt dafür einsetzen.


Kampf gegen Drogen und gegen Gewalt an Schulen

Die Grafschafter drängen auf die Koordinierung von Maßnahmen gegen Drogen und Gewalt an Schulen, und dies unter Einbeziehung der Eltern und Erziehungsberechtigten.

Weitere Punkte

- Angebot von zum Beispiel

- Discotaxi

- Stadtteilspezifische Angebote der “Offenen-Tür-Arbeit”

- Spiel- und Bolzplätze erhalten und neu errichten

- Klettergärten usw.

- Schüleraustausch mit Partnerstädten


Generationen/Familie/Senioren


In direkter Anlehnung an das Moerser Leitbild 2020 ist die Zusammenlegung des Behinderten- und Seniorenbeirates in einen Beirat für Barrierefreiheit und Generation zu realisieren.

Die „Leitstelle Älterwerden“ auch in eine „Leitstelle Generationen“ umzuwandeln.

Dadurch entsteht eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Heimbeiräten.

Weitere Punkte:

Ausbau der Betreuungsplätze von Kindern unter drei Jahren

hundertprozentige Deckung des Bedarfes an Kindergärten und Kindertagesstätten

mehr integrative Kindertagesstätten

Angebot von mehr integrativen Schulklassen


Wohnen

Die Grafschafter setzen sich ein für den weiteren Bau seniorengerechter Wohnungen, die sich durch ihre Bauweise und durch die dort vorhandenen Altersstrukturen bei den Bewohnern wesentlich von den Altenheimen positiv abheben. Zudem ist für alte Menschen, die nach einem arbeitsreichen Leben ihren Lebensabend möglichst lange selber gestalten wollen, diese Form des Wohnens wesentlich sinnvoller. Außerdem sind Generationen verbindende Wohnmöglichkeiten zu schaffen (Mehrgenerationenwohnen).


Finanzen

Wir alle wissen, dass für bestimmte Dinge Geld ausgegeben werden muss. Das darf aber nicht auf Kosten der zukünftigen Bürger dieser Stadt geschehen. Daher arbeiten Die Grafschafter daran, dass, zusätzlich zum notwendigen Erhalt der wichtigen Einrichtungen in unserer Stadt, Möglichkeiten gefunden werden müssen, um die ständig steigenden Mehrausgaben zu unterbinden, um langfristig einen finanziell ausgeglichenen Haushalt zu erreichen und um unsere Schulden abzubauen.

Haushaltsberatungen mit dem Bund der Steuerzahler NRW

Regelmäßig beraten Die Grafschafter den Moerser Haushalt mit Eberhard Kanski vom Bund der Steuerzahler NRW. Wertvolle Hinweise und Tipps fließen so in unsere Entscheidungen mit ein.

Wir sehen eine Schuldenbremse als wirksames Mittel zur Haushaltskonsolidierung.


Sport

Die Grafschafter setzen sich für die weitere gemeinsame Entwicklung der Moerser Sportpolitik ein. Es ist aus unserer Sicht wichtig, dass der Sport gemeinsam und integrativ entwickelt wird. Er darf nicht zum Spielball der politischen Auseinandersetzung werden, denn dann verliert am Ende der Sport.

Die Sportstätten sind generationengerecht zu gestalten und auch wohnortnah zu bauen. Dabei sind die Eintrittspreise familienfreundlich zu gestalten.

Analog des Sportentwicklungsplanes und angesichts des demographischen Wandels, sind Angebote für Senioren zu schaffen.

Generationenübergreifend ist dabei auch an Anlagen zu denken, die für alle öffentlich zugänglich und kostenfrei nutzbar sind.


Kultur

Die Grafschafter sehen in der Kultur eine wichtige Säule der gesellschaftlichen Entwicklung, die in alle anderen Bereiche des Lebens hinein wirkt. Die Kultur reflektiert und entwickelt und gehört somit zu den wichtigsten Bereichen unsere Gesellschaft. Doch hat auch das auf sich selbst Bezug nehmen in der Kultur bzw. dessen, was die etablierten Parteien in den letzten Jahren daraus gemacht haben, sich an der einen oder anderen Stelle allzu ungehindert entfaltet, sodass große Kultureinrichtungen nunmehr auf der Suche nach dem (vor allem jungen) Publikum sind.

Die schönste Kunst nützt leider wenig, wenn der Kreis, der sie zur Kenntnis nimmt, immer kleiner wird. Das Verständnis von Kulturpolitik als kulturelle Bildungspolitik muss daher wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Dass wir in Moers die Früchte der Kulturschaffenden zeigen und zur Aufführung bringen, ist richtig und wichtig. Jedoch ist es mindestens genauso wichtig, dass in Moers wieder mehr Menschen Kultur machen und Kultur schaffen. Dies geht nicht allein mit Bildungsbetrieben und Partnerschaften zwischen Kulturbetrieben und Bildungseinrichtungen, sondern auch dadurch, Raum, Räumlichkeiten und Möglichkeiten für Kultur zu schaffen.

Wir haben in Moers eines der wichtigsten Festivals der Welt für improvisierte Musik, doch wir haben keine Möglichkeiten für Moerser Musiker und Moerser Künstler daran teilzuhaben. Wir haben in Moers eines der ältesten und renommiertesten Festivals für Kunst und Comedy, aber wir haben viel zu wenig Moerser Künstler, die unserem Festival auch eine regionale Note geben könnten. Die Grafschafter setzen sich daher dafür ein, das eine Stadt, die sich als Kulturstadt versteht, auch Kultur schafft und nicht nur Kultur einkauft. Hierfür werden wir uns gemeinsam mit den etablierten Kulturschaffenden für Moers einsetzen.


Jugendkultur

Die Grafschafter fordern, dass gerade die jungen Menschen mehr im Fokus der Moerser Kulturpolitik stehen, als es in den vergangenen Jahren der Fall war. Sowohl mit Veranstaltungen für die Jugend, aber ganz besonders dadurch, dass Jugendlichen wieder die Möglichkeit gegeben wird, Kultur selbst zu schaffen. Als Anreiz soll eine Jugendkultur-Card angeboten werden. Mit dieser ist es möglich, Veranstaltungen unterschiedlichster Richtung in Moers vergünstigt besuchen zu können. Die Grafschafter werden durch Sponsorensuche mit zum Gelingen beitragen.

Die Zusammenarbeit von Kindergärten, Schulen und allen weiteren Bildungseinrichtungen mit den Kultureinrichtungen der Stadt Moers soll nach Meinung der Grafschafter intensiviert und ausgebaut werden.


Traditions- und Brauchtumspflege

Zu einer zukunftsorientierten Stadt Moers gehört die Traditions- und Brauchtumspflege. Deshalb setzen wir uns für den Erhalt des alten Landratamts für museale- und Dokumentations-Zwecke ein.



Verkehr, Planen, Bauen, Stadtentwicklung


ÖPNV

Die Grafschafter fordern eine vernünftige Planung für den öffentlichen Personennahverkehr. Dies bedeutet konkret eine Berücksichtigung der Belange aller ÖPNV-Nutzer sowie eine An- und Einbindung sämtlicher Moerser Stadt- und Ortsteile. Die Abstimmung von Fahrplänen zwischen Bahn und Bus ist eine solche Maßnahme, die positive Akzente setzen könnte.


Fahrradfreundliche Stadt

Die Grafschafter haben erreicht, dass Moers „Fahrradfreundliche Stadt“ ist. Wir unterstützen alle Maßnahmen, die zur Realisierung der Voraussetzungen beitragen. Damit erlangen wir eine Stärkung sowie Sicherung der radfahrenden Bevölkerung und zusätzlich die Möglichkeit, relevante Landesmittel zu erhalten.

Dazu kommen gesundheitliche und touristische Aspekte, die sich positiv auswirken.

Bei Strassenbauplanung ist das Anlegen neuer Radwege zu berücksichtigen.

Verkehrserziehung ist ab dem Kindergartenalter zu fördern.


Kreisverkehr statt Ampel

Die Grafschafter vertreten die Auffassung, dass eine grundsätzliche Verkehrsregelung durch Ampelanlagen nicht mehr zeitgemäß ist. Sinnvoll ausgebaute Kreisverkehre sind auf Dauer nicht nur kostengünstiger, sondern sie regeln die Verkehrsabläufe wesentlich besser und sicherer. Wir fordern daher vermehrt dort den Bau von Kreisverkehren, wo sie in ihren Auswirkungen sinnvoll erscheinen.


Demografische Entwicklung

Die Grafschafter setzen sich dafür ein, dass durch eine attraktive überregionale Darstellung der Stadt der demografischen Entwicklung entgegengewirkt wird.


Stadtentwicklung

Die Grafschafter setzen sich dafür ein, dass unsere Stadt in Fragen der Architektur auch wieder künstlerische und stilistische Maßstäbe setzt. Wir wollen in Moers nicht billig, sondern stilistisch wertvoll bauen. Dazu sollte die architektonische Gestaltung bei öffentlichen Gebäuden sowie bei Gebäuden, die durch die öffentliche Hand in ihrer Gestaltung beeinflussbar sind, auch wieder ernstgenommen und beraten werden.

Weitere Punkte

- Verkehrsleitplanung (abgestimmte Ampelschaltungen, Stichwort „Grüne Welle“)

- Überprüfung der Anzahl der Behindertenparkplätze

- Busfreie Homberger Straße (ab Kreisverkehr Grafengalerie bis Königlicher Hof)

- Erhaltung des Kastellplatzes als Parkplatz

- Kostenloses Park&Ride

- Bau weiterer Parkplätze, insbesondere für kostenfreies Parken

- Freilaufflächen für Hunde

- Konsequente Verfolgung des Masterplans/Innenstadtkonzepts, z. B. das Ziel des „Grafschafter Rund“ im Blick behalten

- Einführung eines Gebäudcontrollings

- Abbau von Leerständen

- Grüner Pfeil zum Rechtsabbiegen


Umwelt


Energie

Die Grafschafter setzen sich für den vermehrten Einsatz von regenerativen Energien ein. Dies bedeutet insbesondere die Nutzung von Solarstrom, z. B. auf Dächern von öffentlichen Gebäuden.

Der Einkauf von Energie für die Stadt Moers ist vorrangig unter Umweltschutzgesichtspunkten und dem Preis-Leistungs-Verhältnis vorzunehmen. Jedoch immer in Zusammenarbeit und mit Berücksichtigung des lokalen Energierversorgers ENNI.

Energie-Contracting, das durch Kooperation mit Investoren sofort sowohl zur Umweltentlastung und zu Einsparungen führt, ist in Einzelfällen zu prüfen und einzusetzen.


Müllentsorgung

Wer Müll vermeidet und Müll sortiert, muss für sein umweltgerechtes Verhalten belohnt werden. Darum sind die nicht mehr zeitgemäßen und ungerechten Müllgebühren neu zu ordnen, denn es kann nicht sein, dass Singles und Senioren, die wenig Abfall zu entsorgen haben, immer für eine volle Tonne bezahlen müssen. Bestehende Regelungen (insbesondere die neue Sperrgutabfuhr) sind auf ihre Schlüssigkeit und Effektivität hin zu überprüfen.

In öffentlichen Workshops ist die Bürgerschaft zu informieren und zu beteiligen.


Zustand von Straßen, Wegen und Plätzen

Die Grafschafter halten es für dringend geboten, dass Maßnahmen getroffen werden, die den Zustand von Straßen, Wegen und Plätzen dauerhaft wesentlich verbessern. Dazu gehört die Fortsetzung der Investitionen in das Straßenerneuerungsprogramm.


Wir unterstützen die Einführung einer Parksatzung.

Zur weiteren Verbesserung des Stadtbildes setzen wir uns ein für die stadtweite Aufstellung von mehr Papierkörben und Aschenbechern sowie häufigere Leerungen. Öffentliche Toiletten sind vermehrt bereit zu stellen.

Das Aufstellen von Hundebeutel-Spendern im gesamten Stadtgebiet ist fortzusetzen. Das ist auch und gerade in Einkaufszentren sinnvoll, in denen Hunde Zutritt haben.


Naturschutz

Die Grafschafter setzen sich intensiv für den Schutz der Natur ein. Denn eine intakte Umwelt dient allen Bürgern und fördert die Bindung zur Heimat(stadt). Es muss gewährleistet sein, z. B. für neu entstandene Baugebiete Ersatz-Grünflächen zu schaffen, auch um der heimischen Tier-und Pflanzenwelt genug Lebensraum zu garantieren. Gerade in unserer Region, die sich durch eine dichte Bebauung und ein ebenso dichtes Strassennetz auszeichnet, müssen wir besonders sensibel mit dem Erhalt von natürlichen Gebieten umgehen. Insbesondere auch unseren Kindern zuliebe.


Lärmschutz

Die Grafschafter legen großen Wert darauf, dass in Moers der Lärmschutz als Ganzes ständig verbessert wird. Dies gilt sowohl für den Lärm der verursacht wird durch den Straßen- (nicht nur Autobahnen), als auch durch den Bahn- und Flugverkehr. Hierzu zählen Lärmschutzwände an Autobahnen und Verringerung von Fahrgeräuschen, die von der Bahn verursacht werden. Hierzu nehmen wir auch gerne Anregungen aus der Bürgerschaft auf.

Ebenfalls setzen wir uns dafür ein, den Fluglärm, der durch über unsere Region startende Flugzeuge vom Flughafen Düsseldorf entsteht, auf ein für alle Betroffenen erträgliches Maß zu reduzieren.


Leitbild

Die Grafschafter machen sich dafür stark, dass im Rat der Stadt das Moerser Leitbild 2020 eingehalten und weiterentwickelt wird.

WAHLPROGRAMM 2014